Träume

 

Wenn du unerfüllte Träume hast, analysiere deine Ausreden.

Ich erwische mich manchmal dabei, wie ich Dinge als unmöglich bezeichne, obwohl sie in Wahrheit nur sehr unbequem sind.

Wenn ich sage: "Ich würde so gerne 77 Kilo wiegen - aber das ist unmöglich", meine ich damit:

"Um 77 Kilo zu wiegen, müsste ich

- den Faden dort wieder aufnehmen, wo ich meine gar nicht so strengen Essensregeln gelockert habe
- wieder dazu übergehen, mir jede Mahlzeit sorgfältig vorzubereiten, indem ich zeitig das Richtige einkaufe,
  vor dem großen Hunger mit Kochen beginne und dafür sorge, dass es so ganz nebenbei toll schmeckt und
  ich zufrieden und satt vom Tisch aufstehe
- meine Familie und Freunde wieder damit nerven, dass ich in der Pizzeria Gemüse statt Reis als Beilage zum
  Fleisch verlange und die Pizzabrötchen mit der Kräuterbutter ignoriere
- in Momenten, in denen das Leben echt an den Nerven zehrt, in die Badewanne hüpfen oder einen Spaziergang
  unternehmen, statt Beruhigung in der Tiefkühltruhe zu suchen
- auch einmal ein kleines Hüngerchen mit einem großen Glas Wasser bekämpfen"

Die Liste ist keineswegs komplett. Aber sie macht deutlich, dass die eigentliche Frage nicht lautet: "Warum ist es unmöglich, mein Traumgewicht zu erreichen?", sondern: "Was bin ich nicht willens zu tun?"