Perfektionismus

 

Perfektionismus

Der Wunsch nach Perfektion ist der Spaten, mit dem sich Menschen ihr eigenes Grab schaufeln.

Wer immer danach strebt, perfekt zu sein, perfekt zu handeln, perfekt auszusehen, perfekte Ergebnisse zu erzielen, der hat nicht erkannt, dass Perfektion eine Utopie ist. Dieser Mensch steckt sich jedes seiner Ziele zu hoch und wird daher immer in der Enttäuschung enden. Selbst überdurchschnittliche Erfolge bereiten ihm keine Freude. Resultate, über die andere Menschen in Jubelarien ausbrächen, bedeuten für ihn noch Einbrüche seines Selbstwertgefühles: er hat nicht das „perfekte“ Ergebnis erzielt, er hat vor seinen eigenen Ansprüchen versagt.

Kinder, die in der Schule darauf getrimmt werden, immer die Note Eins zu erreichen, sind bei einer Zwei unzufrieden, bei einer Drei brechen sie in Tränen aus – völlig zum Unverständnis jener, die eine Party organisieren, weil sie eine Vier geschafft haben. Unterm Strich sind die mit der Vier erfolgreicher als die mit der abonnierten Eins: sie ziehen Zufriedenheit aus ihrem (nicht perfekten) Ergebnis.