Oktober

 

1.10.06

Auf die glücklichsten Tage folgen manchmal die glücklichsten Wiegeergebnisse. Neuer Tiefstpunkt. 92,4. Strahlendes Herbstwetter,
ein Samstag, wie er schöner nicht hätte sein können, menschlich alles in trockenen Tüchern, glücklich, einfach nur glücklich.

Die kleinen Krisen entwickeln sich mehr und mehr zum Anlauf für die großen, die entscheidenden Momente in meinem Leben. Legen kleine Stolpersteine frei, machen sichtbar, was noch aus dem Weg geräumt werden kann.

Wenn ich mies drauf bin, weiß ich schon, daß dies der Auftakt zum schieren Gegenteil ist. Die Routine, die zwischenmenschliche Lethargie wird aufgehoben. Nichts bleibt unausgesprochen, nichts wird mehr unter den Teppich gekehrt. Ein kurzer, offener Schlagabtausch, und wir sehen wieder, warum wir uns lieben. Brilleputzen. Klar Schiff machen.


2.10.06

Herbstferien. Hab auch weitgehend frei. Kann bis in die Nacht in Büchern stöbern und am Compi schreiben. Schöndas.

Früher waren die Ferien ein ähnliches Problem wie die Sonntage. Mitten im Getümmel. Und das auch ernährungstechnisch. Die Zeiten sind vorbei.

Am Donnerstag steht ein Geburtstag an, da ist der Kuchen eingeplant, ansonsten ernähre ich mich so wie immer. Selbst und dem Appetit entsprechend. Es hat sich einiges verändert.


3.10.06

Manchmal stimmt es schon, daß das Leben ein langer ruhiger Fluß ist. Im Moment auf jeden Fall. Es geht unaufhörlich vorwärts. Die Stromschnellen sind vergessen. Ein gemächliches Treiben in Richtung Ozean.

Wir lösen keine Probleme, wenn wir versuchen, sie zu ignorieren. Sie nicht ansprechen, nicht anpacken, die blauen Flecken fürchten, die wir uns holen werden, wenn wir uns nicht mehr verstellen. Die Verletzungen werden nur größer, wenn wir zögern.

Wie oft rennen wir offene Türen ein. Wie oft wartet der andere nur auf das Signal, endlich das ändern zu dürfen, was wir selbst auch ändern möchten. Und uns nicht trauen, danach zu fragen - genau wie er.

Solange wir einander nichts Böses wollen, findet sich immer ein Weg. Ist er gefunden, beginnt der lange ruhige Fluß.


5.10.06

Jetzt laufen wieder meine beiden "Lockerlasstage". Richtig gut sattessen, viel Vollkornbrot, Nudeln, ne kleine Leckerei.

Das Gewicht stagniert irgendwann an einer hartnäckigen Schwelle, will sie einfach nicht überspringen. Dann nehme ich ein wenig Anlauf mit diesen Tagen, an denen ich anders und auch mehr esse als sonst. An denen ich den Begriff "Hunger" etwas großzügiger auslege. Gibt dann ein oder zwei Pfund mehr, weil der Bauch ja auch viel voller ist, und wenns dann wieder strammer zugeht, wird die Schwelle mit Schwung übersprungen.

Paßt diesmal ganz prima, Väterchen wird heute 79, da gibts leckeren Kroppenberg Kuchen. Und morgen bin ich dann eh pappsatt.


7.10.06

So, Vollmond ist rum. Ein paar Stunden zwar erst, aber doch merklich. Diesmal hat er mich wirklich gezwiebelt. Macht mich unruhig, ein wenig unzufrieden, kopflos. Jetzt hab ich den Kopf wieder fest aufgeschraubt, sitzt perfekt.

Nordsee-Winterwetter. So fühlt es sich an, sobald ich die Nase vors Fenster strecke. Schöner als jeder Sonnenschein. Windig, naß, frisch.
Wetter, bei dem nichts unmöglich ist.

Warum ist der Herbst so produktiv? Im Herbst nehme ich am besten ab, arbeite ich ununterbrochen, wenn man mich läßt. Um diese Jahreszeit habe ich Ideen, bin ich mit der Welt im Einklang. Wenn er mal richtig da ist. Dieser ungemütliche Herbst, den sie alle verschmähen. Meine Zeit. Was ist der Sommer dagegen langweilig.

Keine Frage. Wenn ich so schreibe wie oben, dann klappts auch mit dem Abnehmen. Wird ein monströs guter Wochenschnitt morgen. Und ich hab weder sehr wenig gegessen (außer an einem Tag, da hatte ich echt keinen Appetit) noch irgendeine "Methode" konsequent befolgt. Außer der, in mich hineinzuhorchen und das zu essen, worauf ich Hunger hatte.

Wochenende, du kannst kommen.


8.10.06

Das war so ziemlich der größte Satz nach unten, den ich in den Jahren innerhalb einer einzigen Woche geschafft habe. Einen vergleichbar großen hats mal gegeben, aber da hatte ich Zahnschmerzen und konnte nichts essen, weil ich den Mund nicht aufbekam.

Bis auf zwei Tage, an denen ich auch reichlich gefuttert habe, war es eine Woche mit wirklich mäßigem Hunger. Wenn er kam, konnte ich ihn ganz locker stillen. Vollkommen unschwierig, diese Woche. Lief wie von selbst.

Zwischenmenschlich gings hoch her. Hoch und tief, besser gesagt. Dachte gar nicht, daß es noch so viel aufzuarbeiten gibt in meinem Leben. Auch die schönste Verdrängung funktioniert irgendwann nicht mehr. Und dann muß man sich den Themen stellen. Mit überraschend positiven Ergebnissen und einem sehr freien Gefühl "danach". Nicht nur die Stoffwechselorgane haben viel zu verdauen beim Abnehmen, auch das Hirn und die Seele werden ganz schön gefordert. Gut so.


10.10.06

Total widersinnig, diese Abnehmerein. Nach allen bekannten Regeln hätte ich bei den Essensmengen gestern zunehmen müssen.

Jedenfalls habe ich meinen Körper jetzt wieder auf einem ordentlichen Grundumsatzniveau. Ich ärgere mich zwar immer über die Tage, an denen ich Riesenmengen verputze, aber sie sorgen dafür, daß das Abnehmen nicht stockt. Daß mein Körper nicht anfängt, seine Vorräte festzuhalten.

Ich genieße diese futterreichen Tage inzwischen. Während ich sie früher gefürchtet habe und mich an meinem Essen nur sehr oberflächlich erfreuen konnnte.


12.10.06


"Meine Fettschicht sagt "leck mich am Arsch" zu allen, die von mir verlangen, die perfekte Mutter, Geliebte, Dienstmagd und Hure zu sein. Nehmt mich wie ich bin, nicht wie ich sein sollte. Wenn ihr wirklich an mir interessiert seid, dann kommt ihr durch die Schichten hindurch und könnt herausfinden, wer ich bin."

Heute gelesen. Beeindruckend. Zutreffend. Dicksein als Rebellion. Trifft sicherlich nicht nur auf Frauen zu.


13.10.06

Seit ein paar Tagen ist der Hunger auf Fleisch, Fisch und Milchprodukte doch sehr rückläufig. Mich reizen mehr die Vollkornprodukte. Eindeutiger Befehl aus der Kommandozentrale. Da wird sich dann auch nicht widersetzt.

Habe mich eingedeckt. Esse natürlich zum Teil erhebliche Mengen davon, vor allem, wenn die Vollkornnudeln ins Spiel kommen. Dadurch wird sich das Gewicht in dieser Woche auf einem leicht erhöhten Niveau einpendeln, ein knappes Pfund im Durchschnitt, denke ich mal. Logisch, was da allein im Darm jetzt alles rumliegt ...

In ein paar Tage kippt die Appetitlage wieder, dann habe ich vermutlich genau auf das keinen Hunger mehr, was ich mir jetzt in den Vorrat gelegt habe. Aber es gilt: Das Essen, nach dem ich mich wohl fühle, ist das richtige.

Wünsche einen schönen Freitag, den 13.. Glückstag für jeden von euch, hoffe ich.


18.10.06

Ich habe noch viel zu lernen. Was das Abnehmen betrifft, kenn ich mich langsam aus. Der pflegliche Umgang mit meiner Umwelt ist deutlich verbesserungswürdig. Eins nach dem anderen.

Das 36. Kilo ist in Arbeit. Wenns auch im Schnitt wohl noch nicht fallen wird diese Woche. Aber es wird kräftig angenagt.

Wenn ich mich so richtig über mich selbst ärgere, nehme ich zum Glück prächtig ab. Dann bring ich nicht mal mehr ein Trösterchen den Hals runter.


19.10.06

Die Haut wird dünn. Nicht nur mein Panzer.

Ich reagiere übermäßig stark auf einzelne Worte, Blicke, Gesichtsausdrücke. Wie ein übersensibler Seismograph. Die Zeiger schlagen wild in alle Richtungen aus und signalisieren Erdbeben, wo lediglich eine Haselnuß zu Boden gefallen ist. Mich dann selbst zu überzeugen, daß es nichts weiter war als jene Haselnuß, kostet mich und die, die mich zu erdulden haben, Tage.

Einen Menschen, der sich so wenig gefallen läßt wir ich im Moment, hätte ich früher gemieden. Kein leichter Umgang. Falls das mein Naturell ist, das unter den Fettbergern geschlummert hat, wünsche ich uns allen schon mal viel Vergnügen. Wird eine lustige Zukunft.


20.10.06

In der Vergangenheit hatte ich meine natürliche Grenze. Mein Fett. Es hielt die Welt auf Distanz. Es hielt mich auf Distanz.

Nu isset weg. Mit der Figur, die ich jetzt besitze, läuft hier in der Gegend jeder Zweite rum. Aber wer sorgt dafür, daß die Abstände nicht zu dicht werden?

Mein Puffer ist weg, mein schönes Niemandsland, das ich zwischen mich und die Bösen da draußen stellen konnte. Ich nehme körperlich nicht mehr so viel Raum ein wie früher, aber mein Bedürfnis, mich auszudehnen, meinen Platz zu behaupten und zu erweitern, ist schon fast der Freßsucht vergleichbar.

Ich schaffe andere Grenzen. Und bin nicht einmal traurig darüber. Ein weicher Mehlsack paßt sich jeder Oberfläche an. Jetzt muß meine Umwelt die genaue Paßform zu mir finden, oder sie ist ganz einfach unpassend.


21.10.06

Der Hunger hat aufgehört. Zwei Tage lang hat er mir unablässig aufgelauert, stündlich habe ich ihm mitunter die Vollkornbrote und die Bioteilchen vor die Füße geworfen. Jetzt ist er still. Scheint sich glücklich zur Ruhe begeben zu haben. Schaden richtet er ohnehin nicht mehr an. Um mehr als das, was jetzt im Bauch zur Verdauung herumliegt, steigt die Waage bei der Vollwertkost nicht an.

Eine Extraportion pralles Leben hat er herausgefordert und bekommen. Als ob er mir etwas ganz anderes als die Bioteilchen hätte zeigen wollen.

Das Leben steckt im Detail. In den Kleinigkeiten, die so riesig werden, wenn ich nur nah genug heran gehe. Dem Weitsichtigen bleibt eben jener Mikrokosmos so oft verborgen, und wendet er sich ihm zu, kommt immer jemand, der ihn daran erinnert, daß die Feinheiten nicht seine Sache sind.

Irgendwann wird der Zentner Gewichtsabnahme erreicht sein, das große Ziel kein Ziel mehr sein. Aus Abnehmen wird Halten, aus Voranschreiten das Sichnichtwiederzurückdrängenlassen. Ein Sieg schwächt den Sieger.

Wenn der große Traum erfüllt ist, muß ein neuer her. Zeit, sich jetzt schon mit diesem Gedanken zu beschäftigen. Bevor die Leere Einzug hält.


22.10.06

"Es gibt keine Lösungen im Leben. Es gibt Kräfte in Bewegung; die muß man schaffen, die Lösungen folgen nach."

Ich habe immer nach Lösungen gesucht. Für mich. Für andere. Meine Erfahrungen, meine "Weitsichtigkeit" in die Waagschale geworfen. Doch wieviel sind die Erfahrungen wert, wie weit sehe ich wirklich? In welchem Maße habe ich sie überschätzt?

Ich kann und will nicht mehr tun, als die "Kräfte" in Bewegung zu setzen, in Bewegung zu erhalten. Ihnen zu folgen, ihnen zu lauschen. Ihnen zu vertrauen.

Auf jede Nacht folgt der Tag. Je dunkler sie mir erschien, desto heller leuchtet der Morgen. So hell wie heute erschien er mir noch nie.


23.10.06

Es gilt Vorsicht walten zu lassen. Das Abnehmen nicht zu weit entfernt von anderen Zielen des eigenen Lebens anzusiedeln. Dieser Gedanke ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mein Tagebuchthema.

Was, wenn wir uns die Schlankheit nur über Jahre mühsam aneignen wie Jean-Baptiste Grenouille seinen Mädchenduftextrakt und feststellen, daß wir nichts weiter in die Waagschale der Liebe zu werfen haben als dieses uns nicht eigene Fluidum? Daß wir unsere Schlankheit nur aufsetzen wie eine Maske, welche Begeisterung hervorruft und Anerkennung erzwingt. Deren Träger ohne seine Verkleidung so unscheinbar und ungeliebt bleibt wie eh und je. Der sein Leben gibt für ein Ichliebedich.

Mindestens ein zweites starkes Ziel, das rein gar nichts mit der Figur zu tun hat, brauche ich in meinem Alltag. Das mich auffängt an Tagen, an denen das Abnehmen stottert, das mir Mut gibt, wenn die Waage mich entmutigt. Mit dem ich mich ablenken und trösten kann. Dessen Früchte ein Teil meines eigenen Duftes werden.


24.10.06

Es gibt sie immer noch. Die Leute, die unbeirrbar die Meinung hochhalten, der menschliche Körper funktioniere wie ein Verbrennungsmotor. Viel rein und wenig raus - dann wirst du fett; soviel verbrennen wie zuführen, dann hälst du dein Gewicht; mehr verbrennen als essen, dann nimmst du ab. So und nicht anders. Alles andere ist "Quatsch".

Nicht nur die Buchläden quellen über von Büchern, die diese These längst mehr als in Frage gestellt haben, überall treffen wir auf Menschen, die allein über die Veränderung der Zusammensetzung ihrer Nahrung ohne Rücksicht auf Kalorien ihr Gewicht immens verringert haben.

Und noch häufiger begegnen uns die armen Schweine, die sich mit ihren Kalorien rumschlagen und kein Gramm verlieren, bis sie aufgeben und hemmungslos fressen.

Eine gemischte Gesellschaft zwischen Übergewicht und Magersucht. Zu gleichen Teilen gefördert von der Modeindustrie und den Diätartikelherstellern. Und die alten Zöpfe kriegt man einfach nicht abgeschnitten.


25.10.06

Anläßlich einer erregten Diskussion mit einem Hardliner der Kalorienzähltheorie habe ich einen für mich "normalen" Tag mal in den Kalorienrechner eingegeben.

Ich habe nicht schlecht gestaunt, daß ich mit meinen Mozzis, den Nüssen, Mandeln, Sonnenblumenkernen, dem Joghurt, der Banane, den Vollkornnudeln und dem Olivenöl schon bei satten 4100 Kalorien am Tag lande. Extras nicht mitgezählt. Allein meine Salat- und Nudelsoßen aus Öl machen fast soviel aus, wie manche am Tag essen ....

Der gleiche Rechner hat meinen Grundumsatz auf unter 2000 Kalorien berechnet. Wie ihr seht, werde ich bald fett und feist sein bei meiner überkalorischen Ernährung.

Ich bitte höflich um eine schriftliche Einladung zur feierlichen Beisetzung der Kalorientheorie.


26.10.06

An manchen Tagen wird mir der Unterschied bewußt. Beim Bücken. Beim Sitzen auf Gartenstühlen, in denen ich nicht mehr steckenbleibe. Bei der Art, wie Fremde den Blickkontakt erwidern. Im Bett.

Diese Unterschiede habe ich wieder erleben wollen. Und jetzt machen sie mich wütend.

Wo war diese Fröhlichkeit früher, wer verwehrt sie den Menschen, nur weil sie ein Figurproblem haben? Warum wird ein "Normaler" anders angeschaut als ein "Dicker"? Guckt er selbst vielleicht schon ganz anders drein? Spiegeln die Blicke der anderen nur unseren eigenen Gesichtsausdruck wider?

Ist vielleicht noch ein wenig zu früh, um ins Tagebuch zu schreiben, aber wenn ich mit diesen Gedanken wach werde, naja. Habe wieder einen neuen "Tiefstpunkt" erreicht. Werde mich jetzt erst mal kräftig darüber freuen. 91 hab ich in grauer Vorzeit irgendwann mal gewogen.


27.10.06

Nicht dran zu rütteln. Ich bleibe dabei. Meine Gewichtsabnahme ist "vernünftig" und nach den Regeln welcher Abnehmtheorie auch immer nicht zu erklären. Keine Kalorienreduktion ("Nehmen sie ab mit 4000 Kalorien am Tag" - lächerlich), keine Trennkost (Nudeln mit öligem Pesto und Mozzarella - da kommt keine Trennung mit), keine Ketose. Wenn sich eine ernährungstechnische Linie entdecken läßt, dann nur die, daß ich auf Vollwertkost und "Bio" umgestiegen bin, in Wochen wie der Vergangenen zu fünfundneunzig Prozent.

Habe heute morgen einen lieben Brief in der Post gehabt. "Bin viel mehr von deiner geistigen Wandlung beeindruckt, denn von deinen körperlichen
Veränderungen."
Das trifft es ins Schwarze. Mit dem Abnehmen habe ich begonnen, aber sein Motor war und ist die Bereitschaft, mein Innenleben auf den Kopf zu stellen. Die alten Formen auf der Ebene wiederherzustellen, die alles andere steuert.

Während die einen sich in ihren kleinen Ruderbooten auf dem großen Teich der Gewichtsreduktion über Kalorien und Methoden streiten, haben die anderen längst festen Boden unter den Füßen.


28.10.06

Heute werde ich wieder wie ein strahlendes Honigkuchenpferd durch die Gegend eiern. Dann weiß gleich jeder, daß die Waage einen neuen Tiefstwert hat ausspucken müssen.

Vollwertkostsektierer im siebten Himmel. *geier*

Es gab übrigens lecker Lasagne gestern abend. Das Rezept findet ihr irgendwann übers Wochenende in meiner Sammlung. Der Käse ist nicht überall zu kriegen, aber es eignet sich jeder vollfette Schimmelkäse dazu. Voll fett, das.

Ich schleich mich dann mal frohgemut an meinen Schreibtisch. Kann Abnehmen schön sein!


29.10.06

Ich trau mich kaum, das hier zu schreiben. Die vergangene Woche war eine ausgesprochen nahrhafte. Und eine richtig leckere. Und sie hat im Wochenschnitt ein Kilo nach unten eingebracht, was mir sicherlich manche Leute jetzt verübeln. Der Kaloriengedanke hat mich zweieinhalb Jahre nicht berührt, jetzt tut ers auf einmal. Mir wird klar, daß ich wirklich enorme Kalorienmengen zu mir nehme, weit mehr als zu Beginn des Abnehmens - und unvermindert abnehme.

Seis drum. Im Schnitt 91,1, heute als neuer Tagesrekord sogar 90,3 - meine Kinder kennen mich mit diesem Gewicht gar nicht. Wie ein Segelschiff, das den Passatwind erreicht hat. Segel setzen und dann keine andere Arbeit mehr als das Halten des Kurses.

Ich würd euch ja so gern was von diesem Genuß abgeben.