März

 

2.3.05

Um mich herum fallen alle Leute seit Wochen mit Grippe und anderen Infekten um wie die Fliegen. Mein Hals kratzt, die Stimme wird leiser, ab und zu ein Huster und das Gefühl, es könnte mich auch noch packen.  Daher habe ich schon ein paar Ergänzungen aus der Vitamin-Ecke meinem Programm hinzugefügt.

Da ich im Moment wenig Lust verspüre, öfters Fleisch oder Fisch zu essen und auch die Mengen Vollwertgetreide und Milch nicht riesig sind, füge ich jetzt noch das wohl beste bezahlbare Aminosäurenpräparat des deutschen Marktes, Viamino 19, hinzu. Lücken in der Versorgung dürften damit ausgeschlossen sein. Wir leben in der „armen Zeit“, so richtig taufrisches Obst und Gemüse mit vollem Gehalt an Vitalstoffen lässt noch auf sich warten.

Die Waage wird sich bei diesem unterschwelligen Infekt auch ein wenig zieren, aber das kennen wir ja.


8.3.05

Auf der Waage findet sich heute, zwei Tage später, der Fluch des Sonntags. Nicht ungewöhnlich, genau so kenne ich das, wenn Alkohol ins Spiel kommt. Das Schiff dreht sich dann um 180 Grad und fährt Richtung Heimat.

Aber dieser Sonntag war es wert, der letzte richtige Wintersonntag mit Schnee und zweistelligen Minusgraden. Ein Hochgenuss, den ich nun noch ein wenig auskosten darf. Das Ruder ist wieder umgelegt, der Rest eine Frage der Zeit.


16.3.05

Ihr findet so wenig in meinem Tagebuch, weil ähnlich wenig passiert wie bei der Passage eines Containerschiffes von Bremerhaven nach Singapur: die Maschinen laufen computergesteuert, der Kurs wird vollautomatisch errechnet, die Mannschaft lebt wie in einem Computerzentrum an Land. Es geht stetig vorwärts, aber eigentlich passiert nichts Aufregendes.

Vor einigen Tagen habe ich mich in einem Forum angemeldet, in dem Diäten rauf und runter diskutiert werden. Es geht munter zu, gute Erfindung, so was.

Nur die Einseitigkeit der Diskussion ist beängstigend: die einen schwören auf Kalorienreduktion, die anderen auf das Weglassen von Kohlehydraten. Es wird auf den Teller geschaut, nur auf den Teller. Dieser Teller und das, was draufliegt, scheint immer noch der Haupttatverdächtige für unsere Bäuche zu sein.

Wir sollten den Teller durch einen Spiegel ersetzen, dann sähen wir ihn, den einzigen, der sich ändern muss.