Kind

 

Kind

Seit Jahrtausenden bewundern wir Kinder als die vollkommenen Menschen. Von der Bibel bis zu den Psychologen der Moderne: alle lehren sie uns, zu werden wie die Kinder.

Eben jene Psychologen unterstellen dem Dicken in seiner Eigenschaft als Suchtkranker, dass er sich, wie der Name „Sucht“ schon sagt, auf der Suche befindet. Sie sagen uns, dass wir uns statt des Gesuchten unser Fett an den Leib gehängt haben und dieses nun als Zeichen unserer misslungenen Suche mit uns herum schleppen.

Um dem Anspruch der Psychologen gerecht zu werden, gehen viele Kameraden nun wirklich auf die Suche. Sie ver-„suchen“ alles. Neue Kleider, neue Frauen, neue Unsitten. Sie haben eines nicht begriffen: Wenn es diesen Zusammenhang tatsächlich gibt, dann sind wir dem Gesuchten längst begegnet. Vielleicht in unserer Kindheit.

Der Sorglosigkeit, der Geborgenheit, dem Vertrauen, der Freude am Augenblick.

Kinder, sofern wir ihnen noch gestatten, Kinder zu sein, sind geniale Vorbilder für jeden Menschen, der sich aus einer Sackgasse befreien möchte. Sie haben das, was wir „suchen“.
Jedenfalls so lange, wie sie nichts davon wissen.