Dezember

 

2.12.06

Ich muß es jetzt mal formulieren, da es mir seit Tagen durchs Hirn spukt und mein ganzes Konzept verzwirbelt.

Was ist die erste Voraussetzung für die Erreichung eines bestimmten Zieles? Ein Wunsch, ein Verlangen, ein starkes Bedürfnis .... blablabla, das sagt uns jeder, das wissen wir alle.

Um den Schalter wirklich umzulegen, reicht das für mich nicht. Hat es nie gereicht. Es muß mehr sein.

Besessenheit. Eine schon irrationale Anziehungskraft muß vom gewünschten Zustand ausgehen, die alle Argumente der Vernunft, die uns so gerne in die Irre führt, beiseite wischt.

"Der Wunsch muß kochen. Die meisten Leute werden aber höchstens lauwarm." Sinngemäßes Zitat - hallo Karin! *wink*

"Wie müssen unser Begehren bis zur Weißglut überhitzen."

Oder wir müssen wie Scrat nichts anderes im Kopf haben als unsere Eichel.

Nur so gehts. Jedenfalls bei so bescheuerten Typen, wie ich nun mal einer bin.

So, zurück zur Weißglut.


7.12.06

Der Tag war ernüchternd, die Nacht unruhig, und jetzt geht irgendwann die Dezembersonne wieder auf. Was solls. Es klappt alles immer so lange, wie ich mein Leben nur für mich führe. Vielleicht soll es so sein.

Entweder komme ich mit allen klar oder mit keinem. Kanns nicht ändern. Ich schaffe es nicht, die einen zu lieben und die anderen wegzudenken. Fällt mir schwer genug, an Menschen irgendetwas Gutes zu sehen. Wenn ichs dann aber tue, sehe ich es in allen. Und dann melden sie die zu Wort, denen das zu weit geht, machen mich auf das Schlechte aufmerksam, welches ich aber auch direkt in ihnen selbst wiederfinde - und alles ist wie vorher.

Ich stehe immer wieder an dieser Vielwegegabelung. Alle Pfade scheinen hierher zurückzuführen. Ich habe Neues gesehen, gefühlt. Aber statt eines "Mehr" an Erfahrung registriere ich nur ein "Weniger" an Erwartung, an Hoffnung. Was glaubte ich denn zu finden?


7.12.06, 9.45

Von vielen Menschen umgeben zu sein oder auch nur von einem einzigen, der ständig anwesend ist, gleicht dem unentwegten Hineinstopfen von Nahrungsmitteln. Es ist zuviel, nicht verdaubar, setzt an, macht dick, macht feist, macht träge, macht unglücklich.

Ich besitze meine Kraft nur dann, wenn ich mich nicht in Gemeinschaft befinde. Meinen menschlichen Kontakt wählen und dosieren kann wie sonst mein Essen.

 
13.12.06

Moin Leutz,

macht euch bitte nicht zu viele Gedanken, warum ich mein Tagebuch vernachlässige. Mir ist im Augenblick nicht danach, mich an die Allgemeinheit zu wenden. Würde lieber mit dem einen oder anderen einen Kaffee trinken.


24.12.06

Ich lasse euch allen ein paar ganz liebe Weihnachtsgrüße hier im Tagebuch und wünsche einen schönen weißen Heiligabend. Weiß im Sinne von Nebel, den gibts heute reichlich.

Bin etwas schreib- und abnehmfaul, was aber nicht bedeutet, daß die Mühlen stillstehen. Gewicht wird sich sicherlich ohne allzu großen Schaden über die Feiertage ins Neue Jahr retten, die Schreibfeder liegt auch noch griffbereit.

Der dicke Kater hat noch so viel zu lernen in diesem kurzen Leben. Kleiner dummer Erstklässler. Idotztintenfisch.

Bleibt alle gesund und munter. Ich drücke einmal kräftig jeden, der es mir erlaubt. Bis bald!


30.12.06

Jahresende. Wie jedes Jahr, sozusagen. Und wie immer: Keine guten Vorsätze für das Kommende. Dafür ist es auch zu schön, so, wie es ist.

Jeden Morgen froh sein, wenn der Tag beginnt, jeden Abend zufrieden, wenn ich mich in mein Bettchen lümmeln darf. Dazwischen jeden Moment genießen mit Nadja, Simon, Lulu, Jana, Sophie, Marie, Ines, Pia, Robert und jedem, der grad die Nase durch die Tür streckt. Will ich wirklich mehr? Glaub nicht.

Kommt gut rüber. Wir lesen uns auch 2007.