April

 

3.4.05

Die Osterferien gehen zu Ende. Es waren schöne, leckere, ereignisreiche Ferien, ohne Urlaubsreise, aber aufregender als alles, was ich hätte buchen können.

Es kommen seit einiger Zeit sehr nette email-Kontakte durch die Homepage und das Internet-Forum zustande, herzliche und sehr konkrete Briefwechsel mit vielen Anregungen.

Mit den 21 Kilo, die jetzt fehlen, bin ich in etwa auf der Mitte des Flusses angelangt, den ich auf dem Weg vom alten zum neuen Gewicht überqueren muss. An dem einen Ufer steht der „dünne“ Johannes und winkt mir zu und freut sich auf meine Ankunft, an dem anderen Ufer sehe ich aber noch den „dicken“ Johannes, auch er winkt und ruft und will mich gerne wiedersehen.

Zwei freundliche, wohlmeinende Gestalten, ich kann nicht sagen, dass mir der eine lieber wäre als der andere.

Mein Kompass zeigt auf das Ufer des „Dünnen“, aber warum steht der „Dicke“ noch da drüben? Habe ich irgendetwas vergessen? Habe ich noch etwas zu erledigen, damit er mich nicht zurückwinkt sondern mich nur noch zum Abschied grüßt? Hatte der Dicke nicht irgendeine wichtige Funktion in meinem Leben, und hat er sie vielleicht immer noch?


 8.4.05

Seit vier Tagen läuft mein Vorsommer-Trainigsprogramm mit täglichen Bergauf- und Bergabwanderungen im hiesigen „Busch“.

Zunächst nicht übermäßig viel, die Beine müssen sich erst wieder daran gewöhnen.

Eines ist jedoch seit vorgestern bereits klar: mein Hunger reagiert wie immer bei sportlicher Betätigung mit Frontalangriff. Ich stürze mich auf alles, was nicht einbruchsicher verschlossen ist. Berge von Torten könnte ich verputzen.

Zunächst lasse ich diesem Treiben freien Lauf, werde aber innerhalb der nächsten Tage gegensteuern und versuchen, mit Salaten und deren Beilagen eine Sättigung zu erreichen.

Erst einmal bekommt Freund Körper das, wonach er schreit. Austricksen ist angesagt.


23.4.05

Es war nicht in den Griff zu bekommen.

Laufen, Bewegen, „Kalorien verbrennen“ – schön und gut, aber zur Zeit nicht zu machen. Es treibt mich in Hungersituationen, in denen ich nicht mehr Herr meiner Kauwerkzeuge bin. Ich werde zur Bedrohung für jeden Kühlschrankinhalt.

In der vergangenen Woche habe ich auf das Laufen verzichtet – und schon klappt es wieder.

Also: Laufen erst wenige Wochen vor dem Bergurlaub, um die Kondition aufzupäppeln, aber ohne Ansprüche auf figürliche Veränderungen.